Poker Übung 2: Starthand Auswahl

Wie wir alle sicher bemerkt haben, erhalten wir sobald wir an einem Texas Holdem Tisch platzgenommen haben zwei Karten. Es folgt die erste Wettrunde, gefolgt von drei offenausgeteilten Karten, dem Flop und drei Wettrunden – Flop, Turn und River. Zum Ende einer Pokerhand liegen fünf Karten offen auf dem Tisch und zwei Karten befinden sich in jedes Spielerhand.

Wir halten zwei von sieben Karten in unserer Hand. Dies kann dazu verleiten, dass die zwei Karten, die wir zu Beginn erhalten haben, unwichtig sind. Jede Hand kann gewinnen, richtig?

Natürlich. Jede Anfangshand kann gewinnen. Wir erhalten eine der schlimmstmöglichen Starthände, 7 und 2 (nicht gleiche Farbe (off-suited)) und spielen gegen die beste Starthand, ein Paar Asse – in einem von fünf Fällen gewinnen wir mit 7 und 2. Also, warum spielen wir nicht jede Hand?

Alles in allem macht es doch mehr Spaß zu spielen, zu erhöhen, mit zu gehen und den Flop zu sehen, als einfach nur zu passen. Richtig?

Sicher macht es mehr Spaß, aber wenn man gewinnen will, ist die Entscheidung in Bezug auf die Starthand unglaublich wichtig. Jede Hand kann gewinnen, aber die meisten verlieren und kosten uns Geld – und das wollen wir doch nicht!

Also welche Entscheidungn treffen Sie in Bezug auf Ihre Starthand? Welche Hand ist spielbar und welche nicht?

Als Anfänger schlagen wir vor, dass Sie folgende Starthände spielen:

1) Hohe Taschen-Paare; A-A, K-K, Q-Q, J-J. Die hohen Taschen-Paare gewinnen sehr häufig ohne im Verlauf verbessert zu werden. Sie sind die beste Grundlage für eine erfolgreiche Hand. Es ist leicht ersichtbar, dass ein Paar Asse die beste Starthand von allen ist. Alle hohen Taschen-Paare sind jedoch spielbar und sollten vor dem Flop aggressiv gespielt werden.

2) Hohe Karten: z.B.: AQ oder AK. Wenn sie die gleiche Farbe haben, sind sie ein unbedingtes Muss. Selbst wenn sie nicht die gleiche Farbe haben, gelten sie immer noch als äußerst starke Starthände. Mit AK als Starthand treffen Sie häufig ein Paar nach dem Flop, dazu haben Sie noch einen hohen Kicker, was wiederum dazu führt, dass diese Hand sehr häufig auch eine Gewinnerhand wird. Unter den richtigen Umständen kann auch AJ als Starthand erfolgreich sein. Starthände wie KJ sehen zwar auch sehr vielversprechend aus, enden jedoch häufig als zweitbeste Hand und sollten deshalb von Beginnern vermieden werden.

3) Mittlere Taschen-Paare: Starthände wie z.B.: 7-7, 8-8, 9-9, 10-10. Es sind gute Starthände da man hiermit häufig auf drei Gleiche spielt, sie sind jedoch als Paare nach dem River selten gewinnende Hände. Sollte man jedoch drei Gleiche erhalten, gewinnt man häufig viel Geld gegen Spieler mit zwei Paaren oder nur einem.

4) gleichfarbig-zusammenhängend: Zwei gleichfarbige, auf einander folgende Karten, wie J-10, 9-8. Bitte beachten Sie, dass niedrige Kombinationen dieser Art , wie z.B.: 3-2, drastisch an Wert verlieren selbst wenn sie gleichfarbig sind. Eine solche Kombination sollte im Falle eines Raise gepasst werden. Hände dieser Art werden häufig gespielt, um zwei Paare oder besser auf dem Flop zu erhalten.

5) Niedrige Taschen-Paare: Paare von 2-2 bis 6-6. Solche Starthände können gespielt werden, wenn vor dem Flop kein Raise getätigt wurde. Man sollte jedoch sehr vorsichtig damit umgehen. Sollte man nach dem Flop nicht mindestens drei Gleiche haben, wird im Normalfall gepasst.

In der nächsten Übung erfahren Sie mehr über das Spielen vor Erhalt des Flops; wann, warum und wie Starthände gespielt werden sollten? Nutzen Sie das bis jetzt gelernte und Sie befinden sich auf dem besten Weg ein erfolgreicher Pokerspieler zu werden!