Poker Übung 5: Outs
In dieser Übung erklären wir Outs näher. Im Poker bezeichnen wir ein Out als die Karte, die unsere Hand eine Siegerhand macht. Wenn man auf acht Karten wartet, die das Blatt verbessern, so hat man acht Outs. Wenn man seine Outs kennt, kann man berechenne wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass eine Hand erfolgreich sein wird.
Um Outs zu verstehen, muss man als erstes wissen, welches die eigenen Outs sind. Anfangs steht man diesem Problem sehr häufig gegeenüber, wenn man einen offenen Straight oder Flush hat. Man nehme an, man habe 98 in der Hand und K76 floppen. Damit hat man einen nach beiden Seiten offenen Straight, oder auch OESD. Eine Fünf oder eine Zehn verhelfen uns zu einem Straight.
Da Poker ein Kartenspiel ist; ein Standartdeck mit 52 Karten 4 Fünfen und 4 Zehnen ausweisst, ist ganz einfach zu ersehen wieviele Outs man hat. Wie oben gesagt ist ein Out eine Karte, die uns zum Sieg verhilft. Um diesen Pot zu gewinnen, benötigen wir ganz sicher den Straight. Dazu würden uns 8 Karten helfen, also haben wir 8 Outs. Dies ist eine typische aufbauende Hand. Es ist immer gute sich zu erinnern, dass eine gute OESD acht Outs hat.
Ebenfalls sehr gut sind offene Flushs. Man hat zwei gleichfarbige Karten auf der Hand und der Flop bringt zwei weitere dieser Farbe, damit hätte man einen offenen Flush. In jedem Deck hat jede Farbe 13 Karte, man hat zwei davon auf der Hand, zwei weitere liegen auf dem Tisch, also bleiben neun Karten übrig. Wir haben also neun Outs.
Es natürlich noch besser Kombinationen dieser Art. Ein offener Straight mit einem Flush kombiniert bringt 15 Outs mit sich (9 Karten vom Flush und 6 nicht Flush-Karten für den Straight) und ist damit äusserst stark. JT auf einem K87 Flop mit JT und zwei weitere mit gleicher Farbe bringen uns 12 Outs (9 Flush-Karten, 3 nicht Flush Straight-Karten)
Es gibt auch den sogenannten offenen Gutshot straight. Dieser sollte sofort gepasst werden und keinerlei Wetten sollten darauf platziert werden. Zum Beispiel: Man hat 76 auf der Hand und 952 kommen mit dem Flop, man hat 4 Outs – die 4 Achten. Aussicht auf einen Sieg sind äusserst gering.
Also warum sind Outs dann so wichtig?
Es ist der einfachste Weg für jeden Spieler herauszufinden, wie gut oder schlecht eine jede Hand ist. Indem man die Anzahl der Outs mit 2 multipliziert, erhält man die Wahrscheinlichkeit, dass die Hand sich die bei der nächsten Karte verbessert. Multipliziert man die Anzahl der Outs mit 4, erhält man die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Hand auf den River verbessert. Bei einem OESD hat man eine 16% Chance auf den Turn einen Straight zu erhalten, eine 32% Chance dass man den Straight auf den River erhält. Bei einem Flush ist der Prozentanteil sogar noch ein wenig höher (18% auf den Turn, 36% auf den River).
Indem man vorausrechnet, erlernt man schnell Hände gegen einander zu bewerten. Es zeigt schnell warum Taschenpaare so erfolgversprechend sind. Nehmen wir an, man hält 88 und der Flop ist J82. Einer unserer Gegenspieler hat ein Paare Asse auf der Hand. Es sind noch 2 Asse im Deck, was unserem Gegenspieler 2 Outs lässt – seine Chance die Hand zu gewinnen liegt bei nur 8%!
Outs und Prozente spielen eine wichtige Rolle für das Verbleiben im Spiel. Dazu jedoch mehr in der nächsten Übung!
